Liebe Mitglieder, Liebe Freunde, Liebe Mitmenschen,

binnen kürzester Zeit hat sich durch die Corona-Krise vieles geändert – auch für Schlafen-Verboten. Der Entschleunigung des öffentlichen Lebens und einem damit einhergehenden Zeitguthaben stehen Existenzängste, Freiheitsentzug, soziale Eingeschränktheit und ein erhöhter Stresslevel gegenüber.

Weiterhin gilt es, direkte Kontakte zwischen Menschen so gut wie möglich zu vermeiden und gleichzeitig zu versuchen, das soziale Miteinander trotz allem so weit wie möglich aufrecht zu erhalten. Ja, das ist ein Widerspruch und ja, ich bin trotzdem davon überzeugt, dass wir gesamt-gesellschaftlich in vielen Punkten mit neuen – auch positiven – Erkenntnissen aus der Krise hervorgehen werden.

Wir als Schlafen-Verboten haben uns das Miteinander auf unsere Fahnen geheftet. Natürlich steht die Gesundheit in dieser turbulenten Zeit an erster Stelle. Gleichzeitig ist es gerade jetzt wichtiger denn je, füreinander da zu sein. Auch in der jetzigen Situation können wir uns gegenseitig unterstützen und vor allem positiv wirken und kommunizieren.

Und ja, es werden leider noch mehr Personen an Covid-19 erkranken. Auch brauchen wir nicht über Vergleiche mit Grippewellen oder anderen Krankheitsbildern diskutieren. Fakt ist, dass uns die weltweiten Einschränkungen durch die Corona-Pandemie gesellschaftlich enorm viel Vertrauen abverlangen. Vertrauen in die Maßnahmen, Vertrauen auf gegenseitige Unterstützung und vor allem Vertrauen auf eine glückliche Zeit danach. Eine Zeit des Miteinanders, die noch mehr von sozialer Wärme geprägt sein wird. Eine Zeit, in der wir der vorangegangenen Krise auch etwas Positives abgewinnen können. Eine Zeit, in der wir Familie, Freunde, Sicherheit und Frieden mehr denn je schätzen werden. Eine Zeit, in der sich auch die Wirtschaft wieder erholen wird. Eine Zeit, in der wir darüber nachdenken, was wir wirklich brauchen und unsere konsumgetriebene Lebenseinstellung neu hinterfragen. Eine Zeit, in der wir auf uns und die Umwelt mehr Acht geben als je zuvor. Eine Frage in der - ganz den SV-Werten entsprechend - das Für- und Miteinander wieder im Vordergrund steht.

Phantasie? Märchen? Der Mensch lernt nicht dazu? Ja, vielleicht, aber ich möchte die Hoffnung nicht aufgeben, dass wir als Gesellschaft mit positiven Effekten und Bewegungen gestärkt aus der Krise hervorgehen! Lasst uns in unserem eigenen Umfeld darauf schauen, was wir tun können. Jede positive Aktion, jede Unterstützung auf offener Straße (derzeit eben mit entsprechender Distanz), jedes "Wie geht es dir?" und jedes ehrlich gemeinte "Was kann ich tun, damit es dir besser geht?" sind kleine Instrumente, die schon immer wichtig waren und große Wirkung erzielen konnten.

Und ja, wir werden auch wieder reisen. Wir werden wieder ins Kino und auf Konzerte gehen und auch der Wiener Prater wird uns wieder empfangen. Doch lasst doch bitte die Geisterbahn künftig das einzige Schreckgespenst sein, vor dem wir uns fürchten müssen.

Lasst uns einfach wieder vermehrt daran denken, was wirklich wichtig ist. Lasst und das Gemeinsame weiterhin und verstärkt vor das Trennende stellen!

Lasst uns das gemeinsam tun - Ich glaube an uns! 

Gedanken unseres Obmanns Marco Riederer

 

 

 

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